Josef G. Rheinberger
RHEINBERGERS MÜNCHNER MUSIKSCHULTAGEBÜCHER
Als Lehrer am königlichen Konservatorium - der späteren Akademie der Tonkunst - legte Josef Gabriel Rheinberger penibel Schülerlisten an. Diese "Münchner Musikschultagebücher" bzw. "Inspektionsbücher" geben uns Auskunft, wer zwischen 1867 und 1901 bei Rheinberger die Schulbank drückte. Sie geben uns aber keine Auskunft über zahlreiche junge, talentierte Komponistinnen und Komponisten, die privat Rheinbergers Rat und Hilfe in Anspruch nehmen konnten. Dazu zählt etwa die Komponistin Louise Adolpha Le Beau, die etwa 1874 von Clara Schumann an Rheinberger vermittelt worden war. Auch der später vor allem als Dirigent berühmt gewordene Wilhelm Furtwängler war sein Privatschüler.

Walter Kaufmann, einer der Gründer des Josef-Rheinberger-Archivs in Vaduz, hat die handschriftlichen "Münchner Musikschultagebücher" gesammelt und übertragen:

Schülerverzeichnis